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Ziel erreicht ! Rennbericht vom 24h-Rennen “Rad am Ring 2010” (von Alf Diederich) Im letztem Jahr war alles anders. Da waren wir nur einen Nachmittag mit unseren Rennrädern in der Grünen Hölle. Das zwar immerhin auch für 3 qualvolle und anstrengede Runden über die legendäre Nordschleife des Nürburgrings, aber dieses Jahr hatten wir uns für die Paradedisziplin entschieden: das 24 Stunden Rennen. So machten wir uns am Freitag dem 20.08.2010 im vollbepacktem PKW auf in Richtung Eifel. Mit dabei waren neben mir: Stefan, Uwe und Jochem. Um wenigstens etwas Komfort zu haben und vor allem um eine möglichst trockene "Behausung" für die 3 Tage bzw Nächte zu haben, gönnten wir uns den Luxus eines Wohnmobils. |
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Nach einer zähfließenden Anreise zur Wohnmobilvermietung und einer unproblematischen Übergabe unseres noblen Gefährts, musste nur noch umgeladen und ein paar Getränke besorgt werden, dann konnte es zum Nürburgring gehen. Dort würden wir unsere Parzelle besetzen und erstmal mit den Mounties (die selbständig angereist waren) auf die Pastaparty gehen. So war der Plan. Schon Angst die Freiportion Nudeln bliebe uns verwährt, ging es dann doch irgendwann und irgendwie weiter und wir erreichten spät und genervt unsere Parzelle. Dank dem aufopferungsvollen Einsatz von Mounty Dirk E., der sich vorab für uns in die Schlange gestellt hat, konnten wir doch noch ohne Probleme die Nudeln geniessen. Schließlich hatten wir am nächsten Tag ein Rennen zu fahren und da sind Kohlenhydrate sehr wichtig ! |
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Die Teams (v.l.n.r.): Sebastian, Dirk E., Heiko, Dirk H. (alle MTB), Jochem, Stefan, Alf und Uwe (alle Rennrad) |
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Am nächsten Tag, nach einem ausgiebigem Frühstück (diesmal keine Nudeln, aber man merkt wie wichtig es ist gut zu essen ;-) ) begannen wir mit den Vorbereitungen. Nach der Teamleiterbesprechung in der Ringarena, rollten wir uns auf der GrandPrix Strecke noch etwas ein, bevor es dann zur Mittagszeit ernst wurde. Der erste von uns, der auf die Strecke durfte, war Stefan. Er hatte das besondere Vergnügen den Start mitzumachen, der bekanntermaßen immer etwas hektisch ist und da ist es gut so einen besonnenen, ruhigen und versierten Fahrer zu haben. So stellte Stefan auch mal eben auf der ersten Runde den Geschwindigkeitsrekord auf, den im gesamten Rennverlauf keiner von uns mehr "knacken" konnte: 100,7 Km/h ! (Seit dem wird er auch "Mr. Topspeed 100" genannt.) Uwe war zwar mit 96 Km/h dicht dran, aber es hat leider nicht ganz gereicht. Wir hatten uns entschlossen jew. nach einer Runde zu wechseln, um nicht zu viele "Körner" zu verschiessen. Da kam uns die Erfahrung vom letzten Jahr zu Gute, denn die Nordschleife mit ihren knapp 26 Km (inkl. einem Teil der Grand Prix Strecke) und 500 Hm pro Runde ist schon ziemlich anspruchsvoll. Für denjenigen der gerade gefahren war, hieß es raus aus den verschwitzten Klamotten und frisch machen, die anderen beiden konnten sich ausruhen bzw. sich schon wieder auf den nächsten Fahrerwechsel vorbereiten. So hat jeder 6 Runden gefahren und das war auch unser angepeiltes Ziel ! Mit einer Extrarunde, die Stefan noch gedreht hat, kamen wir so auf insgesamt 25 Runden. Mit dem 185. Platz in der Gesamtwertung von 661 4er-Teams beim 24h Rennen mit dem Rennrad, können wir zufrieden sein ! Obwohl im Nachhinein betrachtet noch 20 bis 30 Plätze nach vorne drin gewesen wären..... Aber nicht nur das eigentliche Sportereignis ist es, was Rad am Ring ausmacht, sondern das gesamte Event. Mit über 4500 Startern alleine beim 24h Rennen ist das schon eine größere Veranstaltung. So ist vom Exprofi und Amateurrennfahrer, einigen Möchtegernen, über motivierten Hobbyfahrern, bis hin zu Juxfahrern im Hasenkostüm oder auf dem Bonanzarad alles dabei. Dass die Ambitionen so unterschiedlich sind wie die Teams/ Fahrer selbst, ist völlig klar. So sah man manche Teams schon während dem Rennverlauf am Grill mit Bier (!) und Würstchen sitzen und andere wieder die mit eigenem Catering und Physiotherapeuten angereist waren und in den Pausen auf der Trainingsrolle sich ausfuhren oder warmfuhren oder andersrum, auf jeden Fall wurde gefahren. Das auch Dank dem TuS-Mountainbiketeam Dirk H., Dirk E., Sebastian und Heiko, mit denen wir (durch einen Parzellentausch) direkt nebeneinander parken konnten. Dadurch konnten wir unsere Unterkünfte verbinden und uns gegenseitig unterstützen. So hätten wir auch ohne Rennen ein tolles und spaßiges Camping-Wochende verbringen können! Die Mounties kamen übrigens auf Platz 39 von 88 Teams in der Gesamtwertung des 24h 4er MTB-Rennen. Glückwunsch und Gratulation dazu nochmal ! Wo viel Licht ist gibt es meist auch etwas Schatten und das betraf dieses Jahr die Organisation: Der Stau am Freitag war schon krass und hätte so nicht sein müssen. Auch die Verlegung des gesamten Verpflegungs- und Servicebereichs in den neuen Ringboulevard war nicht optimal. Das war schlicht und einfach zu weit weg vom Geschehen. (Und wir waren da noch relativ nah dabei !) Aber der Veranstalter zeigte schon auf der Teamleiterbesprechung und auch bei der Siegerehrung Einsicht und gelobte Besserung für das nächste Jahr. Wir hatten jedenfalls ein tolles Rennevent mit einem gelungenem Ausklang am Sonntagabend. Es gab Gegrilltes und ein wohlverdientes Bier (oder waren es doch mehr ?). |